Lukaspassion - Eine Auftragskomposition für die Kantorei St. Michaelis

Zum 15-jährigen Bestehen hat die Kantorei St. Michaelis eine Auftragskomposition an Andreas Willscher vergeben. Der renommierte Hamburger Komponist arbeitet als Kirchenmusiker an der Wandsbeker St. Josefskirche. Sein kompositorisches Werk umfasst alle Sparten der Musik, so Opern, Operetten, Oratorien, Symphonien sowie Chor- und Kammermusik. Neben mehreren Liederzyklen stehen Werke für Symphonieorchester, Akkordeonorchester und Bigband. Sein Schwerpunkt liegt mit sieben Sonatinen, 16 Orgelsymphonien und zahlreichen Suiten jedoch auf der Orgelmusik. Schon im Alter von 19 Jahren spielte Andreas Willscher anlässlich einer Hochzeit auf der großen Orgel im Michel. Immer wieder sind seitdem Werke von ihm in Hamburgs Wahrzeichenkirche erklungen.

Hauptpastor Alexander Röder hat Ende der 1970er als Chorsänger in einer Poppenbütteler Kirche bei der Aufführung von Willschers 22. Psalm mitgewirkt. „Soli Deo Gloria” („Gott allein die Ehre”) steht gut sichtbar auf einem Schild über der Großen Orgel im Michel, und das gilt auch für Willschers Lukaspassion, die am 31. März im Michel uraufgeführt wird. Als Hamburger Komponist ist es ihm „eine Ehre, eine Passion zu schreiben, die im Michel erklingen wird”, sagt er. Mehr als einen Monat arbeitete Andreas Willscher konzentriert an dem gut 40 Minuten dauernden Werk über das Leiden und Sterben Jesu, wie es der Evangelist Lukas aufgeschrieben hat.
Formal steht Willschers Lukaspassion in der Tradition der a-cappella-Passionen der Barockzeit. Willscher komponiert weder gewollt schräg noch anbiedernd, verdeutlicht dennoch in jedem Takt, dass er eine zeitgenössische Komposition verfasst hat.

Die Besetzung ist ungewöhnlich. Der Chor fungiert als Evangelist. Aufgeteilt in zwei Gruppen erzählt der Chor den Passionstext. Die einzige größere Solopartie obliegt einem Baritonsolisten, der die Stimme Jesu erklingen lässt. Oft wird diese Solopartie von in Vokalisen summenden Chorsängern begleitet. Die Lukaspassion ist mit Blockflöte, Bandoneon und Schlagwerk sparsam, aber klanglich enorm wirkungsvoll, instrumentiert.

Zur Uraufführung am 31. März um 19.00 Uhr folgt das Werk auf die solistische Aufführung von Giovanni Battista Pergolesis „Stabat Mater”. Alle Sänger und Instrumentalisten werden im Altarraum unter dem großen Holzkreuz stehen. So wird die Leidensgeschichte Jesu auf besondere Art musikalisch neu erlebbar.

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Freitag, 31. März 2017, 19.00 Uhr

Giovanni Battista Pergolesi: Stabat Mater
Andreas Willscher: Lukaspassion (Uraufführung)

Dorothee Risse-Fries - Sopran
Nicole Dellabona - Alt
Stefan Adam - Bariton
Silke Lehmann - Blockflöte
Christian Gerber - Bandoneon
Fanis Gioles - Schlagzeug
Michael Fürst - Orgel
Projekt-Kammerchor

Ensemble Schirokko
Kantorei St. Michaelis

Leitung Manuel Gera

Karten: 15,00 €

Vorverkauf (Kartenpreise zzgl. Vorverkaufsgebühren)
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Konzertkasse Gerdes Telefon 040-453326 / 440298
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